Wie hieß noch mal das erste Wort?

Wie hieß noch mal das erste Wort?

Alte Bücher, neue Gedanken? Wie ist das, wenn ein Autor seinem Buch nach vielen Jahren begegnet? Die NY Times fragt Philip Roth, George Saunders, Jennifer Egan und viele mehr nach ihrem Verhältnis zu dem, was sie einst geschrieben haben. Beim Krimi ist das viel extremer. Ist der Mörder bekannt, das Verbrechen womöglich verfilmt, liest wirklich nur der Autor sein Buch ein zweites Mal? Warum einen Krimi ein zweites Mal lesen? Was in der Belletristik als Familientragödie auf knapp 400 bis 700 Seiten gepresst ist, verstreut ein versierter Krimiautor auf zehn Bände. Nach über 45 Jahren fühlt sich Philip Roth nun angesichts von Portnoy’s Complaint geschockt und irgendwie auch im Einklang mit sich. Geschockt, weil er damals so leichtsinnig war, und froh darüber, dass er so leichtsinnig war. To risk something. Fürs Genre bedeutet es, ein Mord allein reicht nicht. Egal ob der Schuss von links oder rechts kommt.