Poor Door

Poor Door

Den Dienstboteneingang kennen wir ja. Aber Mieter, die durch die Hintertür müssen, um zu ihrer Wohnung zu gelangen? In New York heißt das: Arme hinten herum. Der Spiegel wundert sich. Sind sie jemals durch die Vordertür eingelassen worden? In den Luxustürmen New Yorks gibt es separate Eingänge für all jene die keine Millionen auf dem Konto haben. Sicher um die Armen zu schützen. Erinnert fatal an eine Diskussion in Hamburg. Da droht tatsächlich der Einzug von Asylbewerbern in ein altes Bundeswehrgebäude und auch hier machen sich die Anwohner Sorgen. Bei all der Armut angesichts von so viel Reichtum. Wer will schon mit Armen zusammen gesehen werden? In New York müssen sie immerhin noch 1100 Dollar zahlen, um überhaupt durch die Poor Door zu dürfen. Aber ehrlich gesagt klingt 130 qm für 1.9 Millionen eher nach den armen Reichen. Jenen, die bei den Superreichen nicht hereinkämen. Höchstens durch einen separaten Eingang. Wer will schon mit den Billigmillionären gesehen werden? Die vom Central Park sicher nicht. Sollen die armen Millionäre mal am Riverside Park bleiben. Zusammen mit ihren steuerbegünstigten Sozialwohnungen.