One for the money ... Two for the show

One for the money … Two for the show

Man stelle sich vor, alles ist gut. Die Bücher verkaufen sich, sie klettern in den Bestseller-Listen und vor lauter Ideen muss man ein ganzes Team damit beauftragen, für einen zu schreiben. Während die Buchhandlungen um einen herum sterben. Aber die Ideen gehen einem nicht aus und so schreibt man weiter, weil es ja fürchterlich ist, auch nur eine einzige Idee für einen Plot ungenutzt zu lassen. Während die Buchhandlungen um einen herum sterben. Immerhin ist der Absatz bei Amazon gut. Die Preisabsprache des eigenen Verlags bei den E-Books mit Apple funktioniert auch. Während die Buchhandlungen um einen herum sterben. Doch dann geschieht das Ungeheuerliche. Der eigene Verlag streitet sich mit Amazon und plötzlich stehen dessen Autoren in der Warteschleife. Das kann doch nicht sein, dass die eigenen Bücher nicht mehr gleich lieferbar sind. Also protestiert man öffentlich und beschwört die nationale Tragödie. Da muss einer im Tiefschlaf in den letzten Jahren gelegen haben, dass ihn die Tragödie erst jetzt erreicht. James Patterson erhebt seine Stimme, schwingt sich zur moralischen Instanz auf und springt notgedrungen auf einen Zug auf. Nichts ist mehr en vogue zurzeit, als Amazon an die Wand zu stellen. Kulturkriege lassen sich am überzeugendsten führen, wenn es einem selbst an den Kragen geht. Nichts interessiert mich weniger als mein Schweigen von gestern, wird er sich gedacht haben. Wenn alle in den Kampf ziehen, bin ich dabei. Er wird uns sicher wie Alex Cross zum finalen Sieg führen. Halleluja. Während die Buchläden weiter schließen.