No Rain Today

No Rain Today

Jetzt Cormac McCarthy lesen oder Kim Zupan oder Lavie Tidhar. Die Temperaturen sind danach. Für ein paar Tage sind die Skandinavier nicht im Vorteil. Kein Regen, kein grauer Himmel. Endlich sind die Temperaturen texanisch. Geschaffen wie für einen Montalbano oder für einen Kostas Charitos. Dror Mishani liest sich gleich anders, wenn man keinen Platz im Schatten findet, in der prallen Sonne ausharren muss. Aus für das gleichmäßige Plätschern aus der Regenrinne, damit ein skandinavischer Ermittler seine Trinksucht unter Kontrolle bekommt. Aus für die beschlagenen Scheiben nach einem Regenguss und dem erneuten Selbstmordversuch eines Stockholmer Familienangehörigen, den Attentaten finnischer Amokläufer. Es darf geschwitzt werden. Raus aus den schwedischen, norwegischen, finnischen Klamotten, es gibt keine Ausrede mehr. Lesen Sie Max Annas. Reisen Sie in den Süden nach Natchez, nach Bayou. Malla Nunn erwartet sie in der Hitze Südafrikas. Parker Bilal in Kairo. Eines steht fest, es wird wieder regnen und die skandinavischen Ermittler im Vorteil sein, weil uns das Wetter aufs Gemüt schlägt. Verdursten wir mal zur Abwechslung, statt zu erfrieren.  Wenn wir uns nicht bewegen wollen, weil es zu heiß ist, liest es sich ganz anders, als wenn wir nur lesen, weil andere auch Depressionen haben.