Kurz vor Jahresschluss

Kurz vor Jahresschluss

Die Sportredaktion der SZ hat es nun mal wieder ausgesprochen: alles ist geschrieben, jeder porträtiert, vor allem ein gewisser Bayern-Trainer. Alexander der Große wird als Vergleich herangezogen. Er wusste nicht mehr, was er noch erobern sollte, und brach angeblich in Tränen aus. Was für das Genre bedeutet, Chandler ist oft genug kopiert worden, Fitzek schreibt bei sich selbst ab und Nele Neuhaus soll neuerdings … lassen wir das. Wie jede Branche kreist der Krimi um sich selbst. Ist bei Versicherungen nicht anders. Zu Jahresende locken sie einen mit billigen Angeboten zur Autoversicherung. Und die Verlage? Haben die Vorschau entweder längst in den Druck gegeben und online gestellt oder stricken mit heißer Nadel daran, sie auf den letzten Drücker in die Auslieferung zu schaffen. Warum bloß? Weil längst alles geschrieben, alles porträtiert ist? Nicht von mir, schreit der Autor, der gerade am Buchsatz seines neuen Krimis sitzt und sich über den Coverentwurf wundert. Chandler ist längst tot. Es lebe … wie war der Name noch?