Die Nullertage

Die Nullertage

Und was, wenn einem nichts einfällt? Wenn ganz klar ist, dass da nur ein paar Zeilen geschrieben worden sind, weil halt ein paar Zeilen geschrieben werden müssen? Von Marquez wird behauptet, dass er am Ende seines Schreibens immer die letzte Zeile auf die nächste Seite wanderte, damit er am nächsten Tag nicht vor einem leeren Blatt Papier saß. Leere Zeilen starren einen an. Und was, wenn einem trotzdem nichts einfällt? Soll man dann aufstehen, aufhören, auf morgen warten? Weil morgen sicher ein besserer Tag ist. Oder lieber doch sehen, was vielleicht davon bleibt. Von dem, was man so einfach dahingeschrieben hat, obwohl alle Welt merkt … denkt, na ja. Die Nullertage schieben sich zwischen jene, die wir lesen wollen. Sie machen den Unterschied. An ihnen schärft sich, was Bestand hat. So … jetzt noch eine Zeile für morgen … nichts fordert einen so sehr wie ein leeres Blatt.