Die guten, elenden, alten Zeiten.

Die guten, elenden, alten Zeiten.

Diese Filme rühren ziemlich ans Herz. Dann auch noch mit der wunderbaren Marion Cotillard und Joaquin Phoenix besetzt. In der traumhaften Filmkulisse von Ellis Island, das New York der Zwanziger. Die Polin Ewa Cybulski trifft den Amerikaner Bruno, trifft den Magier Orlando. Alles Weitere ist klar. Obwohl wir eingestehen müssen, niemand macht den Amerikaner diese Bilder nach. Nur Fassbinder hat es einmal in Berlin Alexanderplatz riskiert, eine eigene Bildsprache zu finden. Das war dem Fernsehzuschauer dann zu dunkel. Das Elend braucht Purpur für die Prostitution. Ein Glück, dass es das Elend überhaupt gibt. Es lässt sich so wunderbar einpacken und mitnehmen. Als historisches Doggybag. Herz, Schmerz, Gefahr, Verbrechen. Lungenerkrankung: The Immigrant. Letztes Jahr in Cannes vorgestellt. In diesen Tagen läuft an der Côte d’Azur längst das neue Elend an. Deux jours, une nuit. Mit der wunderbaren Marion Cotillard und Ryan Gosling. Hält das Melodrama der Jetztzeit stand? Muss die Tragik fiktiv sein, damit sie sich nicht an den realen Fakten stößt? Besser aus dem Trailer kriecht der Geruch von Fäulnis. So lange ist das nun schon her. Es war einmal in Amerika. Ein Einwanderschicksal. Zum Popcorn. Schießen wir den toten Vogel ruhig noch mal vom Ast.