Der Snack am Ende.

Der Snack am Ende.

Was würden Sie machen, wenn Sie wüssten, Sie müssten sterben? Noch einmal so richtig leben wollen, lieber gleich sterben oder doch jemanden töten? Nicht wenige Plots versteifen sich auf solche Verzweiflungstaten. Angesichts des eigenen Todes, was macht es da schon aus, einem andern das Leben zu nehmen, der einem das Leben so schwer gemacht hat? Selbst religiöse Fanatiker drehen durch. Oft richtete es sich direkt gegen das eigene Leben, wenn man an die 46 der 47 Ronin denkt oder an den Wahnsinn in Jonestown. Die faszinierendsten Mörder jedoch sind jene, die sich einer höheren Macht verschreiben, sich als Werkzeug sehen. Sie glauben ein Recht dazu zu haben. Also was würden Sie tun? Den eigenen Tod aufrechnen gegen einen anderen? Noch mal losziehen und alle Fünf gerade sein lassen oder für Ihren inneren Frieden sorgen. Je kürzer die Zeit bis zum eigenen Ableben ist, umso größer die Hoffnung straffrei dabei auszugehen. Es soll gar Schriftsteller geben, die von sich behaupten, hätten sie nicht geschrieben, hätten sie sicher irgendwann jemanden getötet. Überlassen wir es deswegen lieber den Schriftstellern. Die kennen sich aus. Auf die Gefahr hin, dass sie den Schluss versauen.