DA WAR NOCH WAS... ACH JA, DIE LIEBE

DA WAR NOCH WAS… ACH JA, DIE LIEBE

Es ist niemals dunkler als mit geschlossenen Augen. Trotzdem schließen wir sie. Wie ist das mit der Liebe im Polar? Besungen wird sie nicht gerade, höchstens in einem Whiskey ertränkt. Sie wandelt gerne umher als Schimäre. Oft entsteigt sie der Vergangenheit und macht einem das Leben in der Gegenwart ziemlich schwer. Nirgends ist es so schön, wie da, wo wir einmal waren. Ganz selten wird sie im Polar erwidert, zumeist hängt dann ein Gauner daran oder ein schlagwütiger Ehemann oder das Scheusal, das es unbedingt sein muss, weil Frau ohne ihn nicht leben kann. Er aber will nicht von einer Verflossenen lassen. Rita, Becka, Anna sind ihm ins Herz tätowiert. Es steht also nicht zum besten mit der Liebe im Polar. Aganist all odds. Somit müssten doch alle wahren Liebesgeschichten irgendwie Polar sein. Und schon höre ich Marlene Dietrich singen: Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit... . Wie war das mit der guten oder der schlimmen Zeit? Mit dem Heimweh nach dem Traurigsein? Was wäre der Polar ohne die Erschütterungen der Liebe? In unseren Zeiten werden wir dagegen alle zu digitalen Minnesängern. Love is in the air. Nicht in der Riesterrente.