Auf der Suche

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Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, einen deutschen Polar zu veröffentlichen. Auch wenn das Programm 2015 sich ausländischen Autoren widmet. Doch leider wandert in meine Post vom Regionalkrimi, über den Mozartkrimi alles bis hin zum Sci-Fi Krimi. Nur halt kein Polar. Liegt es daran, dass es sich über Verbrechen leichter schreiben lässt, wenn Autoren sich auf das Verbrechen konzentrieren, ohne über die Gesellschaft nachzudenken? Oder die Sozialtherapie des sonntäglichen Tatorts stilbildend ist. „Als auch die Welt Anfang der achtziger Jahre wieder seicht wird und die Realität alle revolutionären Träume an die Sandstrände der Pauschalurlauber spült, bleiben die Krimis weiter seicht. Unterhaltung statt Revolution.“ schreibt Tobias Gohlis auf der Polar Noir in seinem Vortrag über Manchette. Wer will behaupten, dass die Zeiten gerade seicht sind.